Kleinere Hürden für Polizeidienst

von Redaktion

Bewerber-Anforderungen sinken: Pendellauf statt Liegestütze

Berlin – Um neu geschaffene Stellen besetzen zu können, hat die Bundespolizei einem Pressebericht zufolge ihre Anforderungen an Bewerber gesenkt. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, hob die Bundespolizei bei den Deutschtests für den mittleren Dienst die Fehlertoleranz im Diktat an. Auch seien beim Fitnesstest Weitsprung und Liegestützen durch einen Pendellauf ersetzt worden.

Die Bundespolizei stellte dazu klar, sie habe ihre Anforderungen an Anwärter ausdrücklich nicht abgesenkt. Bei Anwärtern handle es sich um als Beamte auf Widerruf eingestellte Mitarbeiter, die zuvor das Eignungsverfahren erfolgreich durchlaufen hätten. Bei Bewerbern – also Menschen, die sich dem Eignungsverfahren der Bundespolizei stellten – seien die Anforderungen im Rahmen des Auswahlverfahrens zuletzt „angepasst“ worden.

Die Voraussetzungen für eine Bewerbung zur Bundespolizei würden regelmäßig evaluiert und angepasst, erklärte das Bundespolizeipräsidium in Potsdam. So etwa die generelle körperliche Mindest- und Maximalgröße für die Einstellung. Bei den Sprachfertigkeiten wurde demnach die Fehlertoleranz im Diktat für das Auswahlverfahren mittlerer Dienst „geringfügig angehoben“ und zum Beispiel das Wort „Chrysantheme“ herausgenommen, um Kandidaten mehr Chancen zu eröffnen.

Auch der Sporttest wurde überarbeitet: Mit dem Standweitsprung und den Liegestützen seien zwei Elemente durch einen Pendellauf ersetzt worden, „da hier Bewegungsschnelligkeit, die Stütz- und Rumpfkraft sowie Konzentrations- und Koordinationsfähigkeiten ein zeitgemäßes Bild der physischen Leistungsfähigkeit, insbesondere von Bewerberinnen, darstellen, hieß es.

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