In der Nähe der US-Botschaft in Bagdad sind am späten Montagabend nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrere Raketen eingeschlagen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die US-Regierung hat in der Vergangenheit pro-iranische Milizen für ähnliche Attacken in der hochgesicherten grünen Zone in der irakischen Hauptstadt verantwortlich gemacht; zu den Anschlägen bekannt haben sich die Milizen bislang jedoch nie.
In Norwegen hat die rechtspopulistische Fortschrittspartei im Streit um die Rückholung einer Dschihadistin aus Syrien die Regierung verlassen. „Das Maß ist voll“, sagte Parteichefin und Finanzministerin Siv Jensen. Die Fortschrittspartei könne in der Koalition der konservativen Ministerpräsidentin Erna Solberg ihre Politik nicht ausreichend durchsetzen. Norwegen hatte eine Anhängerin der Dschihadistenmiliz IS und ihre zwei Kinder aus Syrien zurückgeholt. Ohne die Fortschrittspartei hat Solbergs Koalition keine Mehrheit im Parlament. Die nächste Parlamentswahl steht im September 2021 an.
Kurz vor dem Brexit-Termin hat Großbritanniens Premier Boris Johnson im Oberhaus eine Niederlage erlitten. Die Mitglieder des House of Lords stimmten für eine Anpassung des Brexit-Gesetzes, mit der das Bleiberecht von in Großbritannien lebenden EU-Bürgern nach dem Brexit zusätzlich abgesichert werden soll. Mit 270 zu 229 Stimmen votierten die nichtgewählten Mitglieder des Oberhauses dafür, die 3,6 Millionen in Großbritannien lebenden EU-Bürger mit einem Dokument auszustatten, das ihren Aufenthaltsstatus belegt.
In Spanien hat gestern der Prozess gegen den ehemaligen katalanischen Polizeichef Josep Lluís Trapero wegen dessen Rolle während des Unabhängigkeitsreferendums 2017 begonnen. Ihm wird „Rebellion“ vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert elf Jahre Haft.
Die „New York Times“ hat sich für Elizabeth Warren und Amy Klobuchar als demokratische US-Präsidentschaftskandidatinnen ausgesprochen. Mit ihrem Artikel hat die liberale Tageszeitung erstmals offen ihre Unterstützung für zwei Bewerber gezeigt. Die Vorwahlen der Demokraten beginnen am 3. Februar in Iowa.