PRESSESTIMMEN
„Vor neun Jahren musste sich Bundeskanzlerin Merkel anhaltend dafür rechtfertigen, dass die deutsche Regierung nicht bereit war, an der Seite Frankreichs und Großbritanniens das Regime des libyschen Diktators Ghaddafi mit militärischen Mitteln zurückzudrängen. Die damalige Zurückhaltung hat das Ansehen der deutschen Regierung in der Region allerdings eher gestärkt. Die dadurch entstandene Führungsrolle wird Konsequenzen haben: Schon ruft der von den UN gestützte libysche Regierungschef, aber auch der EU-Außenbeauftragte nach einer internationalen Blauhelmtruppe. Deutschland wird sich maßgeblich daran beteiligen müssen.“
„Die deutsche Außenpolitik hat mit der Vorbereitung und Regie der Libyen-Konferenz in Berlin tatsächlich einen bedeutenden Erfolg erzielt. Ein Beweis gegen die Wirksamkeit militärischer Macht liegt in diesem Erfolg aber nicht.“
„Wieso wurde eigentlich in Großbritannien, aber auch in Deutschland, wo man europäische Königshäuser ach so liebt, nirgends mit ,Bravo, Harry!‘ oder ,Danke, Meghan!‘ getitelt? In Zeiten, in denen die Sachbuch-und Podcast-Charts voll von Glücksratgebern, Achtsamkeitscoachings und Burn-out-Tipps sind, gibt es keine schöneren Vorbilder als die zwei.“