IN KÜRZE

Drohungen gegen interreligiöse Feste

von Redaktion

Inmitten zunehmender Spannungen mit dem Nachbarn Türkei rüstet Zypern sein Militär mit Flug- und Schiffsabwehrraketen auf. Die zyprische Armee habe zwei Verträge in Millionenhöhe mit dem europäischen Raketenhersteller MBDA unterzeichnet, sagte eine mit dem Fall vertraute Quelle am Donnerstag der Agentur AFP und bestätigte damit einen französischen Medienbericht. Seit der Entdeckung von Gasfeldern vor Zyperns Küste gibt es heftigen Streit zwischen der Republik Zypern und der Türkei um deren Ausbeutung.

Im Stadtzentrum von Jerusalem ist am Donnerstag ein Angreifer in eine Menschenmenge gerast und hat dabei 14 Menschen verletzt, die meisten von ihnen israelische Soldaten. Laut Polizei ist der flüchtige Fahrer inzwischen identifiziert und wird von Anti-Terror-Einheiten und Soldaten gesucht. Die radikalislamische Hamas bezeichnete die Attacke als „Antwort“ auf den Nahost-Plan Washingtons. In Ost-Jerusalem und dem Westjordanland wurden unterdessen drei Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften erschossen.

Die Polizei in Nordirland untersucht nach einem Bombenfund mögliche Verbindungen zu Anschlagsplänen auf eine Fähre am Brexit-Tag. Zuvor hatten Ermittler auf einem Lastwagen-Parkplatz 30 Kilometer südwestlich von Belfast eine Bombe an einem Lkw entdeckt. Die Polizei machte katholisch-republikanische Splittergruppen für den Vorfall verantwortlich. Schon am vergangenen Freitag, dem Brexit-Tag, sei ein Bombenhinweis eingegangen. Gefunden wurde nichts.

Ultrakonservative Muslime in der indonesischen Provinz West-Java laufen Medienberichten zufolge Sturm gegen interreligiöse Festivals. Dazu werden am 15. Februar in den Städten Bandung und Cirebon tausende Buddhisten, Katholiken, Protestanten, Konfuzianer, Hindus und Muslime erwartet. „Wir sind dagegen, weil es dabei Elemente der Vielgötterei gibt, die dem Islam zuwiderlaufen“, zitieren Medien einen Sprecher des ultrakonservativen „Islamic Organization Forum“. Das Forum habe gedroht, die „Dinge selbst in die Hand zu nehmen“, sollten die Behörden die Festivals nicht absagen.

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