Berlin – Der Anteil der gescheiterten Abschiebungen ist 2019 noch einmal gestiegen. Wie das Bundesinnenministerium gestern mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 31 974 von 57 005 Rückführungen abgesagt. 25 031 Abschiebungen und Rücküberstellungen in das für das Asylverfahren zuständige EU-Land waren erfolgreich.
In 29 029 Fällen scheiterte es daran, dass die angekündigten Personen von den Landesbehörden nicht an die Bundespolizei übergeben wurden. Weitere 2945 Rücküberstellungen mussten demnach abgebrochen werden, weil der Ausländer Widerstand leistete oder sich der Pilot weigerte, ihn mitzunehmen. Zum Vergleich: 2018 sollten ebenfalls rund 57 000 Menschen aus Deutschland abgeschoben werden. Damals war dies in rund 26 000 Fällen gelungen.
Ein Grund für die hohe Zahl der gescheiterten Abschiebungen ist die zu geringe Zahl an Abschiebehaftplätzen.