zum Abkommen USA/Taliban:

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Die Entwicklung zeigt, dass es eine riskante Strategie ist, die Lösung des Asyldrucks an den europäischen Grenzen in andere Länder auszulagern. Damit wird man leicht zum Opfer von Erpressungsversuchen, genauso wie wir nicht erwarten können, dass die Rechte von Flüchtlingen respektiert werden. Vereinbarungen mit Drittländern wie der Türkei dürfen niemals allein stehen. (…) Wir müssen gemeinsam sicherstellen, dass kein Chaos entsteht und dass nicht das Recht des Stärkeren darüber entscheidet, wer in Europa Schutz finden kann.“

Berlingske (Kopenhagen)

„Die jüngsten Ereignisse bestätigen, dass sich vor den Toren Europas ein großes Problem zusammenbraut, dessen Lösung in der schlimmstmöglichen Form hinausgeschoben wurde. Damals hatten einige bezweifelt, dass die türkische Regierung in der Lage sei, sich um die Flüchtlinge zu kümmern. Jetzt stellt es sich heraus, dass das türkische Regime sogar ein Teil des Problems ist.“

El Periódico (Madrid)

„Man muss sich an der Hoffnung festhalten, dass auch die Taliban kriegsmüde sind (…) Angesichts der zehntausenden Afghanen und der tausenden Nato-Soldaten, die ihr Leben in diesem Krieg verloren haben, wäre es jedoch obszön, diesen Deal einen ,Frieden‘ zu nennen.“

Der Standard (Wien)

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