IN KÜRZE

Unterirdische Straße für Palästinenser

von Redaktion

Twitter hat ein Video eines Wahlkampfauftritts des Demokraten Joe Biden, das von Anhängern von US-Präsident Donald Trump sinnentstellend geschnitten wurde, als „manipuliertes Medium“ markiert. In dem Video scheint Biden bei einem Auftritt in Kansas City zu sagen, man könne nur Trump wiederwählen („We can only re-elect Donald Trump“). Abgeschnitten wurde der darauf folgende Halbsatz „wenn wir tatsächlich bei diesem kreisförmigen Exekutionskommando hier mitmachen wollen“. Biden deutete damit auf den innerparteilichen Zwist in der Demokratischen Partei bei der Suche nach einem Trump-Herausforderer hin. „Wir brauchen einen positiven Wahlkampf“, lautete der darauf folgende Satz. Nachdem sich Twitter-Nutzer massenhaft beschwert hatten, teilte der Kurznachrichtendienst mit, man habe festgestellt, dass das Video gegen seine Regeln verstoße, und bezeichnete es als manipulierten Inhalt. Zu diesem Zeitpunkt wurde es bereits fünf Millionen Mal angesehen.

Schottlands Ex-Regierungschef Alexander Salmond muss sich seit gestern vor Gericht verantworten, weil ihm zehn Frauen sexuelle Übergriffe vorwerfen. Er soll die Taten während seiner Amtszeit begangen haben. Salmond bezeichnete sich bislang als unschuldig. Bei den Opfern soll es sich um Mitarbeiterinnen handeln. Der 65-Jährige muss sich gegen insgesamt 14 Anklagepunkte verteidigen, darunter eine versuchte Vergewaltigung in seinem offiziellen Amtssitz in Edinburgh. Die Vorfälle sollen sich zwischen Juni 2008 und November 2014 ereignet haben – unter anderem auch im schottischen Parlament.

Israels Verteidigungsminister Naftali Bennett will den Siedlungsausbau im besetzten Westjordanland vorantreiben. Zu diesem Zweck hat er den Bau einer umstrittenen unterirdischen Straße für Palästinenser östlich von Jerusalem genehmigt. Palästinenser könnten damit zwischen den Dörfern A-Saim und dem Gebiet Anata fahren, ohne in den Siedlungsblock Maale Adumim fahren zu müssen, hieß es im Verteidigungsministerium. Dies ermögliche wiederum den Bau „jüdischer Siedlungen“ im sogenannten Gebiet E1. Die israelische Friedensorganisation Peace Now kritisierte die Pläne scharf. Das Gebiet E1 gilt als besonders sensibel im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, da es das Westjordanland in eine Nord- und eine Südhälfte unterteilt.

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