München – Mitten in der Corona-Krise gibt es in Bayerns Regierung Streit um die Exit-Strategie. Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger und seine Freien Wähler verlangen einen raschen Plan für die Rücknahme der Einschnitte. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ruft nach mehr Geduld. „Mein Tipp: Noch nicht vorzeitig darüber spekulieren, wann und wie Maßnahmen gelockert werden können“, sagte Söder in einer Videobotschaft. Das ist auch eine Ermahnung an Aiwanger. Der Wirtschaftsminister verlangt, über den Ausstieg aus den Beschränkungen für Bürger und Betriebe zu reden: „Irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben.“
Söder und Aiwanger haben, so heißt es, am Freitag ein klärendes Telefonat geführt. In harten Worten legt nun aber Aiwangers Fraktion nach. Es wäre „unverantwortlich“, sich nicht sofort Gedanken zu machen, „wie Rechtsstaat und Freiheit wieder uneingeschränkt zurückkehren sollen“, verbreitete Fraktionsmanager Fabian Mehring. Allerdings gibt es Ärger auch FW-intern. Fraktionschef Florian Streibl und Schulminister Michael Piazolo wollen keinesfalls über konkrete Lockerungs-Daten reden. cd