PRESSESTIMMEN
„Mario Draghi übertreibt nicht, wenn er die Pandemie als menschliche Tragödie mit potenziell biblischem Ausmaß beschreibt. Und nicht mal dieser Vergleich reicht, um Europa aus seiner Lethargie wachzurütteln. Es reichen nicht die Mitteilungen aus dem Krieg, die schon eine halbe Million Angesteckte und mehr als 23 000 Tote zählen, um die EU-Länder davon zu überzeugen, die Union endlich in einen lebenden Organismus von Staaten zu verwandeln und nicht in einen schmerzenden Verbund verlorener Seelen.“
„Die bislang verhängten Notfallmaßnahmen können nur Zeit kaufen. Es ist bereits klar, dass eine enorme Steigerung der Testkapazitäten sowie eine neue Konzentration auf das Aufspüren von Kontaktpersonen erforderlich ist, sodass in Zukunft nur noch die tatsächlich Infizierten isoliert werden müssen.“
„Lehrer sollen sich zum Freiwilligendienst in Gesundheitsämtern, Fieberambulanzen oder Seniorenheimen melden. Als Beamte sind Lehrer dem Staat zu Treue und Dienst verpflichtet. Aber gilt das auch in Pandemiezeiten – oder sogar erst recht in Pandemiezeiten? Manchem mag nun die Bedeutung des Beamtenstatus, den viele wegen der Sicherheit anstreben, erst so richtig bewusst werden.“