IN KÜRZE

Spanien verlängert Ausgangsverbot

von Redaktion

Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht worden. Das teilte der Regierungssitz Downing Street in London am späten Abend mit. Es gehe um Untersuchungen des Politikers, der sich in häuslicher Quarantäne befand, seit er vor zehn Tagen positiv auf Corona getestet wurde. Kurz zuvor hatte Königin Elizabeth II. die Briten in einer historischen Rede zum Durchhalten in der Coronavirus-Pandemie aufgerufen – und ihnen Mut zugesprochen. „Wir bekämpfen diese Krankheit gemeinsam“, sagte die 93 Jahre alte Monarchin im Fernsehen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angesichts der Corona-Krise massive Investitionen in den EU-Haushalt gefordert. „Wir brauchen einen Marshall-Plan für Europa“, schreibt sie in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“. Der EU-Haushalt sei in allen Mitgliedstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse in der Krise neu zugeschnitten werden.

Die griechischen Behörden haben ein weiteres Flüchtlingslager wegen eines Coronavirus-Falls abgeriegelt. Ein afghanischer Bewohner des Flüchtlingslagers in Malakasa nahe Athen sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte das Migrationsministerium am Sonntag mit. Für zwei Wochen dürfe niemand das Camp verlassen oder betreten. Der 53-jährige Afghane hat den Angaben zufolge eine Vorerkrankung. Mit Corona-Symptomen hatte er sich demnach selbst an die medizinische Einrichtung gewandt. Anschließend sei er in ein Krankenhaus in Athen gebracht worden.

Zur Eindämmung der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die strikte Ausgangssperre im ganzen Land um weitere zwei Wochen bis zum 26. April verlängern. Das teilte Ministerpräsident Pedro Sánchez mit. Die seit Mitte März geltenden Maßnahmen waren bereits vor zehn Tagen zum ersten Mal verlängert worden. Seit Dienstag müssen zudem alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, ebenfalls zu Hause bleiben. Diese Anordnung sollte bis zum 9. April gelten –- und wird nach Angaben von Sánchez voraussichtlich nach Ostern wieder zurückgenommen.

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