USA: Millionen verlieren ihren Krankenschutz

von Redaktion

Washington – Mit der Corona-Pandemie steigt in den USA die Arbeitslosigkeit. Job-Verlust bedeutet für viele Amerikaner auch Verlust der Krankenversicherung, denn etwa die Hälfte der Versicherten ist über den Arbeitgeber versichert. „Medicaid“, die staatliche Versicherung für die Einkommensschwächsten, sowie das vor zehn Jahren eingeführte Versicherungssystem „Obamacare“ sollen die Betroffenen auffangen. Doch Barack Obamas Reform wird von seinem Amtsnachfolger Donald Trump bekämpft.

Die Gesundheitsversorgung ist in den USA selbst in guten Zeiten ein Flickenteppich. Das Wirtschaftsinstitut „Economic Policy Institute“ kommt zu dem Schluss, dass rund 3,5 Millionen Menschen wegen Entlassungen in der zweiten Märzhälfte ihre Krankenversicherung verloren haben. In diesem Zeitraum haben sich nach Angaben des Instituts fast neun Millionen arbeitslos gemeldet. Wer den Versicherungsschutz verliert, hat zwei Möglichkeiten: Er kann die Versicherungsprämien selber weiterzahlen. Oder er kann an den „Versicherungsbörsen“ eine staatlich geförderte Police kaufen.

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