eingestellt

von Redaktion

München – Die Staatsanwaltschaft hat ihr Ermittlungsverfahren gegen den Augsburger AfD-Politiker Andreas Jurca eingestellt. Das bestätigte der Sprecher der Behörde, Matthias Nickolai, auf Nachfrage. Jurca, der auch OB-Kandidat seiner Partei war, kann damit ohne Vorbelastung sein Stadtratsmandat antreten.

Gegen ihn war seit Ende letzten Jahres ermittelt worden – angezeigt hatte ihn sein ehemaliger Chef, der AfD-Landtagsabgeordnete Markus Bayerbach. Der Vorwurf: Jurca soll ohne Absprache Daten von seinem Dienst-Laptop gelöscht haben. Darunter befanden sich auch volksverhetzende Comics, die unter anderem den Holocaust verharmlosten. Tatsächlich wurden Daten gelöscht, allerdings so, dass sie sich wiederherstellen ließen. Der Anfangsverdacht habe sich damit nicht bestätigt, erklärte Nickolai. Die Bilder wiederum ließen sich Jurca im Zuge der Ermittlungen nicht zuordnen – auch ihre Verbreitung nicht.

Jurca war Bayerbachs persönlicher Referent im Landtag, er kündigte Ende September 2019. Bei der OB-Wahl im März bekam er 4,8 Prozent der Stimmen. M. MÄCKLER

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