Berlin –- Unionsfraktionsvize Thorsten Frei hat den innerhalb der SPD umstrittenen Vorschlag für einen Wechsel der Innen- und Justizpolitikerin Eva Högl in das Amt der Wehrbeauftragten begrüßt. „Der Wechsel eines Fachbereichs ist in der Politik nichts Ungewöhnliches“, teilte Frei mit. Er habe die SPD-Politikerin in der täglichen Zusammenarbeit als Kollegin „mit hoher fachlicher Expertise“ und einem „untrüglichen Blick für das Wesentliche“ schätzen gelernt, so Frei.
Die Bundestagsabgeordnete Högl soll nach dem Willen ihrer Fraktionsspitze neue Wehrbeauftragte des Bundestags und damit Nachfolgerin von Hans-Peter Bartels (SPD) werden. Über die Personalie muss im Mai entschieden werden. Der Wehrbeauftragte gilt als Anwalt der Soldaten und Soldatinnen. Er wird vom Bundestag in geheimer Wahl auf fünf Jahre gewählt. Bartels hatte sich zu einer zweiten Amtszeit bereit erklärt, war aber von seiner Fraktionsspitze nicht mehr nominiert worden. Für das Amt hatte sich auch der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs beworben. Aus der FDP-Fraktion kam heftige Kritik: Die Ablösung von Bartels sei ein „Affront gegen die Soldatinnen und Soldaten“.