Maskenpflicht im Weißen Haus

von Redaktion

Trump macht Ausnahme für sich selbst – Putins Sprecher infiziert

Washington/Moskau – Donald Trump drängt weiter auf eine schnelle Wiederbelebung der Wirtschaftstätigkeit in den Vereinigten Staaten. In vielen Landesteilen würden die Corona-Fallzahlen zurückgehen, twitterte der US-Präsident am Dienstag. Zudem ermutigt er zu Protesten in den Bundesstaaten, die Schutzmaßnahmen seiner Ansicht nach zu langsam zurückfahren.

Dabei erfüllen viele Bundesstaaten bisher nicht die Kriterien des Weißen Hauses, die Trump selbst vorgestellt hatte. Trumps prominentester medizinischer Berater in der Corona-Krise, der Immunologe Anthony Fauci, warnte am Dienstag, wenn die Richtlinien nicht beachtet würden, rikiere man „die Gefahr mehrfacher Ausbrüche im ganzen Land“.

Nachdem das Coronavirus vergangene Woche auch das Weiße Haus erreicht hat, gilt dort nun in vielen Bereichen Maskenpflicht. Das habe er angeordnet, sagte Trump. Er selbst müsse aber keine tragen. Auch Vize-Präsident Mike Pence will dem Vernehmen nach keine Maske tragen. Dabei zählt auch seine Sprecherin zu den zwei bestätigten Corona-Fällen im Weißen Haus. Pence leitet die Corona-Arbeitsgruppe im Weißen Haus. Mehrere ranghohe Mitglieder der Arbeitsgruppe haben sich in häusliche Quarantäne begeben, darunter auch Anthony Fauci.

Auch am Sitz des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau gibt es Corona-Fälle. Jetzt hat sich Kremlsprecher Dimitri Peskow infiziert. In den vergangenen zwei Wochen waren bereits Regierungschef Michail Mischustin, der Bauminister und die Kulturministerin positiv getestet worden. Putin selbst lenkt die Staatsgeschäfte derzeit aus seiner Moskauer Vorstadtresidenz.  dpa/afp

Artikel 5 von 11