PRESSESTIMMEN
„Der Schritt sagt viel über Trumps sprunghaften, irrationalen Führungsstil aus und zeigt, wie sehr sich seine anfängliche Liebesbeziehung zum US-Militär abgekühlt hat. Ein Oberkommandierender, der aus Launen heraus strategische Entscheidungen trifft, ist für Sicherheitsexperten dies- und jenseits des Atlantiks ein Gräuel.“
„Die Sicherheit Deutschlands und Europas hängt nicht von einer bestimmten Zahl amerikanischer Soldaten auf deutschem Boden ab. Es sind gute Gründe dafür denkbar, die Truppenstärke hier zu reduzieren und in Polen oder anderen Ländern entlang der Ostflanke der Nato zu verstärken – dort, wo durch Russlands aggressives Verhalten die größte Gefahr für die europäische Sicherheit droht. Aber in einem Bündnis müsste unter den Partnern über einen solchen Schritt diskutiert werden.“
„Die Coronavirus-Krise mit landesweit mehr als 100 000 Toten und verheerenden wirtschaftlichen Folgen hat Trump die Bilanz verhagelt. Seine aufhetzende Rhetorik in dieser Krise ist Absicht. Damit soll seine Wählerbasis mobilisiert werden. Amerikas Freunde und Verbündete in Übersee sollten die potenzielle Anziehungskraft dieser Botschaft nicht unterschätzen.“