Grüne für Grundschul-Öffnung

von Redaktion

Regelbetrieb ab Juli: „Lockerungen nicht mehr im Takt“

München – Die Grünen fordern nach dem Abflauen der Corona-Infektionen jetzt eine schnelle Rückkehr zum Regelbetrieb an Bayerns Grundschulen. Ab 1. Juli sollten alle Kinder wieder normal unterrichtet werden, sagte Landtags-Fraktionschef Ludwig Hartmann unserer Zeitung. „Die Rückkehr zu einem Regelbetrieb an unseren Grundschulen ist für mich unabdingbar.“ Dann ist auch das Abstandsgebot in der Schule nicht mehr haltbar.

Hartmann bezieht sich auch auf die am Dienstag beschlossenen Lockerungen. „Es wäre absurd, Familienfeiern in geschlossenen Räumen bis 50 Personen zuzulassen, das Hochfest der Schulfamilie – den gemeinsamen Präsenzunterricht – aber nicht. Hier sind die gesellschaftlichen Lockerungen der Söder-Regierung längst nicht mehr im Takt.“ Er sagt, man könne das organisieren und dennoch die Gesundheit der Schüler und der Lehrkräfte im Blick behalten.

Das grün-schwarz regierte Nachbarland Baden-Württemberg geht ähnlich vor. Ab 29. Juni sind Grundschüler wieder vor Ort. Die Landesregierung bezieht sich auf eine Studie der Uniklinik Heidelberg, wonach Kinder unter zehn geringere Überträger des Virus seien. Die Grundschüler dürfen aber auch in den Pausen ihren Klassenverband nicht verlassen.

Auch die FDP wirbt für schnelles Öffnen. Das Kultusministerium verweist hingegen auf den geplanten Starttermin zum neuen Schuljahr. Gesundheitsschutz habe oberste Priorität. Auch der Lehrerverband BLLV warnt vor einem solchen Schritt vor Herbst. Ein plötzlicher Strategiewechsel strapaziere die Schulorganisation und sei „Missmanagement“, warnte Verbandspräsidentin Simone Fleischmann.  cd/mik/dw

Artikel 3 von 11