Die britische Regierung hat die Warnstufe in der Coronavirus-Epidemie trotz Pannen bei der Einführung eines Systems zur Nachverfolgung von Infektionsketten von vier auf drei gesenkt. Das teilte das Gesundheitsministerium in London am Freitag mit. Damit scheint der Weg frei für weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in dem Land. Bereits seit dieser Woche sind Geschäfte in England wieder geöffnet.
Die drastischen Maßnahmen der britischen Regierung zur Dämpfung der wirtschaftlichen Corona-Folgen haben die Staatsverschuldung des Landes über dessen Wirtschaftsleistung nach oben schnellen lassen. Im Mai stieg die Verschuldung nach Angaben des Statistikamts ONS im Jahresvergleich um 173,2 Milliarden Pfund oder 20,5 Prozent auf 1,95 Billionen Pfund (2,2 Billionen Euro). Die öffentliche Gesamtverschuldung stieg infolgedessen erstmals seit 1963 über die Schwelle von 100 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung.
Trotz einer Niederlage der Regierung vor dem Obersten Gerichtshof hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, ein Programm zum Schutz von 700 000 zumeist jungen Migranten schon bald beenden zu wollen. Die Regierung werde das Programm erneut aufkündigen, aber mit ausführlicher Begründung, um den Auflagen des Gerichts Rechnung zu tragen, erklärte Trump über Twitter.
Die SPD fährt angesichts gesunkener Umfragewerte beim Wahlkampf für die Bundestagswahl einen kräftigen Sparkurs. Es sollten zehn Millionen Euro eingespart werden, sagte Schatzmeister Dietmar Nietan dem „Spiegel“. Das sei ein Minus von 40 Prozent im Vergleich zur Wahl 2017. Nietan bezeichnete die Sparrunde als „harten, aber folgerichtigen Schritt“. Auch die Zahl der Stellen im Willy-Brandt-Haus werde behutsam verringert.
Der Verfall des libanesischen Pfundes hat vor Wechselstuben in der Hauptstadt Beirut und anderen Orten zu teils chaotischen Szenen geführt. Zahlreiche Menschen stellten sich am Freitag den zweiten Tag in Folge an, um US-Dollar zu kaufen. Vor einem Laden in Beirut kam es sogar zu Handgreiflichkeiten.