PRESSESTIMMEN
„Es sei geradezu niedlich, spottete die Trump-Beraterin Kellyanne Conway, wie die im Weißen Haus versammelte Journalistenschar nun John Bolton unterstütze – nachdem die Hauptstadtpresse ihn lange Jahre als Kriegstreiber bezeichnet hatte.“
„Es war stets seltsam, was die beiden aneinander fanden. Bolton ist ein entschiedener Befürworter militärischen Eingreifens, wenn es den Interessen der USA dient, während Trump nichts von Interventionen wie jener im Irak hält – seines Erachtens eine Dummheit. Doch in einem Punkt stimmten die beiden rührend überein: America First! Unter diesem Motto zog Trump Amerika aus dem Klimaabkommen, aus Abrüstungsverträgen und aus dem Atomdeal mit dem Iran zurück. Doch letztendlich verstand Bolton, dass diese Politik in Wirklichkeit hinauslief auf Trump First.“
„Um Trumps Außenpolitik steht es noch schlimmer, als ohnehin schon jeder wissen musste, der diese Präsidentschaft auch nur mit der geringsten kritischen Distanz verfolgt hat. Bolton lässt Trump in mancherlei Hinsicht schlecht aussehen. (…) Doch statt seine Nähe zum Präsidenten zu nutzen, um ihm Grenzen zu setzen, machte er diese Nähe zu Geld.“