München – Unter den Kandidaten für den CDU-Vorsitz wird inzwischen erstaunlich offen über eine mögliche Kanzlerkandidatur von Markus Söder (CSU) gesprochen. Außenseiter Norbert Röttgen sagte der „FAZ“, der neue Vorsitzende müsse zwar „den Willen und den Anspruch haben, Kanzler zu werden“. Er müsse aber auch bereit sein, sich gegebenenfalls auf eine andere Rolle zu beschränken. „Der CDU-Vorsitzende muss in beiden Konstellationen die Interessen seiner Partei vertreten können“, sagte der Bundestagsabgeordnete. Sollte die Union mit einem CSU-Politiker antreten und gewinnen, wäre es laut Röttgen nach 16 Jahren CDU-Kanzlerschaft eine „Riesenleistung“. Auch Friedrich Merz, dessen Kandidatur aussichtsreicher ist als die von Röttgen, sprach im ZDF über Söder. Er halte dessen Kandidatur für „denkbar, klar“ – aber eher unwahrscheinlich. Söder selbst hat bislang alle Ambitionen bestritten. Die Entscheidung fällt wohl nächstes Jahr. mik