Ungewöhnliche Riesen-Investition mitten in der Corona-Krise: Bayern will für 100 Millionen Euro neue Polizeihubschrauber kaufen. Der Haushaltsausschuss des Landtags hat am Donnerstag grünes Licht für eine Ausschreibung gegeben. Wer den Auftrag für acht Hubschrauber bekommt, ist formal absolut offen; Hoffnungen darf sich freilich besonders Airbus Helicopters in Donauwörth machen.
Vor 15 Jahren wurde die aktuelle Generation an Polizeihubschraubern gekauft – EC 135, inzwischen blau-weiß lackiert. Jetzt soll eine höhere Gewichtsklasse beschafft werden. Damit können dann sechs (statt vier) SEK-Beamte in den Einsatz geflogen werden, die Reichweite steige auf 700 statt 350 Kilometer, das Löschwasser-Volumen steige auf 1200 Liter, sagt der CSU-Abgeordnete Johannes Hintersberger. „Die neuen Hubschrauber sind einsatz- und leistungsfähiger.“
Das Kabinett hat die Investition vor gut zwei Wochen angeschoben. Die Ausschreibung soll heuer anlaufen. Im Frühjahr 2021 soll der Zuschlag für einen Hersteller erfolgen, die erste Maschine soll 2022 ausgeliefert werden. Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern (rund 3000 Einsätze pro Jahr) ist am Flughafen München für Südbayern und in der Kaserne Roth für Nordbayern stationiert. cd