Putins Sieg: 77,9 Prozent für neue Verfassung

von Redaktion

Moskau – Schwungvoll und zufrieden schreibt Russlands Präsident Wladimir Putin in großen Lettern „Pobeda“ – Sieg – auf eine Fläche. Der 67-Jährige nutzt den trüben, verregneten Tag nach dem historischen Verfassungsreferendum in Moskau, um seinen Landsleuten zu danken. „Ich möchte Ihnen großen Dank sagen für die Unterstützung und das Vertrauen“, sagt er gestern bei einem Treffen mit dem „Pobeda“-Komitee, das sich um die patriotische Erziehung in Russland kümmert. 77,9 Prozent der Wähler stimmten nach Angaben der Wahlleitung für die neue Verfassung, die Putin die Teilnahme an weiteren Wahlen und das Regieren bis 2036 ermöglicht. Der Kreml sprach von einem „Triumph“ für den Präsidenten.

Mit „Nein“ stimmten 21,27 Prozent. Vor allem die außerparlamentarische Opposition um den Putin-Gegner Alexej Nawalny, aber auch die Kommunisten und die liberale Partei Jabloko hatten gegen das neue Grundgesetz protestiert. Einige sprachen von einem Verfassungsumsturz, von „Schande“ und einer Beerdigung der demokratischen Verfassung von 1993. Nach dieser Verfassung hätte Putin 2024 abtreten müssen.

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