PRESSESTIMMEN
„Gerade als seine außenpolitische Agenda die lang erhofften Ergebnisse zu bringen beginnt, sieht sich Macron im Inland ernsthaften Schwierigkeiten gegenüber, seine Bewegung im politischen Denken der französischen Wähler zu verankern. Es ist ihm weder gelungen, den Gaullismus in den gemäßigten Kreisen zu verdrängen, noch den weniger ideologischen Flügel des Reform-Sozialismus zu erobern, der von den Grünen fasziniert ist.“
„Auf einer von Rivalen befreiten Bühne wird Macron nun hoffen, den Gang der Dinge bestimmen zu können. Für den Tag der Bastille in der kommenden Woche ist eine große Rede geplant, während das Land sich Gedanken macht über den prognostizierten Rückgang des Bruttoinlandprodukts um elf Prozent bis Ende des Jahres. Macron hat einen ,neuen Weg’ versprochen. Er könnte sich als weniger entzweiend und konfrontativ erweisen.“
„Noch ist nichts vorbei, obwohl Politiker in einigen Länder unverantwortlich behaupten, die Pandemie sei besiegt. Es ist naiv zu glauben, dass eine Gleichung mit so vielen Unbekannten schnell gelöst werden kann. Wahrscheinlich ist das einzige Medikament gegen das Virus, klüger zu leben als zuvor.“