Haarausfall, Nierenversagen, Gedächtnislücken: Rätselhafte Langzeitfolgen von Covid-19

von Redaktion

Covid-19 ist nicht nur eine Lungenkrankheit, sondern befällt Organe wie Herz, Nieren und auch das Gehirn. Vor allem bei den Langzeitschäden zeigt sich eine breite Palette von Symptomen, wie neue Untersuchungen zeigen.

„Sars-CoV-2 ist nicht nur ein Lungenvirus, sondern ein Multiorganvirus“, so Tobias Huber, Leiter einer Studie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Das nach der Lunge am zweithäufigsten betroffene Organ seien die Nieren, „nicht selten bis hin zum totalen Organausfall“. Außerdem habe man den Erreger in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachweisen können.

Das Virus kann auch das zentrale Nervensystem schädigen – weshalb Covid-Patienten über Langzeitfolgen wie Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Unruhe, Verwirrtheit oder Gedächtnislücken klagen. Die Mecklenburger FDP-Politikerin Karoline Preisler berichtete in ihrem „Corona-Tagebuch“: „Meine Sätze bekommen ungewollte Komik, weil ich Worte

vertausche.“ In der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ erzählte Preisler zudem, dass ihr drei Monate nach ihrer Covid-19-Erkrankung büschelweise die Haare ausgefallen seien: „Ich stehe morgens auf und mein Kopfkissen ist voller Haare.“ Erst jetzt habe sie erfahren, dass auch das eine Folge von Corona sein könne und dieses Phänomen bereits in China beobachtet worden sei.

Ein weiteres Risiko seien die Langzeitfolgen durch Schlaganfälle. Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschafr Deushschen sellschaft für Neurologie, erklärt, dass eine höhere Thromboseneigung und Schlaganfall-Gefahr auch bei weniger schwer erkrankten Covid-19-Patienten beobachtet wurde.

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