New York/Damaskus – Nach einer Blockade im UN-Sicherheitsrat warnen Hilfsorganisationen vor schlimmen Folgen für Millionen Notleidende in Syrien. Per Veto verhinderten Russland und China am Dienstag (Ortszeit) eine deutsch-belgische Resolution zur Fortsetzung humanitärer Hilfe für das Bürgerkriegsland, wie der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen erklärte. Bis Freitag muss eine Lösung gefunden sein.
Hintergrund ist eine seit 2014 bestehende Resolution, die es den UN erlaubt, wichtige Hilfsgüter über Grenzübergänge auch in Teile des Landes zu bringen, die nicht von Syriens Regierung kontrolliert werden.
Russlands oberstes Ziel sei es, dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wieder zur Macht im ganzen Land zu verhelfen, sagte Heusgen dem ARD-Hörfunk. „Und da ist es Russland egal, welche Mittel sie einsetzen. Sie gehen da buchstäblich über Opfer, über die leidende Bevölkerung.“ Es gehe um das Schicksal von 2,8 Millionen Menschen.