Kretschmann stellt sich hinter seine Polizei

von Redaktion

Stuttgart – Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich erneut hinter die Stuttgarter Polizei gestellt, die nach der Krawallnacht im Juni in die Kritik geraten war. Kretschmann nannte Vorwürfe gegen die Ermittlungsarbeit am Dienstag „eine toxische Mischung, die sortiert werden muss“. Insbesondere widersprach er Kritik an Recherchen zum familiären Hintergrund. Dazu sei „kein Fehlverhalten der Polizei erkennbar“.

Um die Taten aufzuklären und die Hintergründe zu beleuchten, sei eine möglichst exakte Kenntnis der Lebens- und Familienverhältnisse der Beschuldigten nötig, sagte Kretschmann. Da 70 Prozent von ihnen Jugendliche waren, gehörten zur Lebensumfeldrecherche per Gesetz auch die Eltern. Weil elf Beschuldigte keine Angaben machten, wurde die Herkunft über Standesämter ermittelt. Darin sahen Kritiker eine mögliche Diskriminierung, wenn Migrationshintergrund im Spiel ist. Derweil wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen. Gegen 23 von 44 Tatverdächtigen erging bisher Haftbefehl.

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