IN KÜRZE

von Redaktion

Die Bundeswehr hat ein weiteres Problem mit zehntausenden Schuss Munition, die in ihren Beständen fehlen. Sie hat deshalb Ermittlungen eingeleitet. „Wir müssen jetzt klären, was die Gründe sind: Ist das jetzt Schlamperei? Sind Bestände in den Einsatzgebieten verblieben? Oder steckt da auch kriminelle Energie dahinter und es hat jemand etwas abgezweigt“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. „Nichts davon kann im Moment ausgeschlossen werden.“ Die „Welt“ hatte zuvor berichtet, dass seit 2010 mindestens 60 000 Schuss Munition vermisst würden.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat kurzfristig eine Reihe groß angelegter Militärmanöver angeordnet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag mitteilte, dienen die Übungen und Inspektionen unter Beteiligung von 150 000 Soldaten sowie hunderten Kampfjets und Kriegsschiffen der Gewährleistung der „Sicherheit im Südwesten Russlands“. Stattfinden sollen die Manöver demnach unter anderem im Schwarzen und Kaspischen Meer.

Trotz Sorgen vor einer zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen im Winter hat der britische Premierminister Boris Johnson bis Weihnachten eine Rückkehr zur Normalität in Aussicht gestellt. Von Anfang August an werde in England zu einer vorsichtigen Rückkehr an den Arbeitsplatz ermutigt, sagte Johnson am Freitag bei einer Pressekonferenz in London. Schulen, Kindergärten und Universitäten sollen von September an wieder ihren Betrieb aufnehmen. Sportstadien dürfen demnach von Oktober an für Zuschauer wieder öffnen.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer plädiert nach langem Streit um ein Zwei-Prozent-Ziel für den deutschen Beitrag zur Nato nun für praktische Fähigkeiten als Maßstab. Auch wegen wirtschaftlicher Folgen der Corona-Pandemie sei das Bruttoinlandsprodukt keine verlässliche Berechnungsgrundlage mehr, sagte sie.

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