Berlin – Zum 76. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer angesichts rechtsextremer Vorfälle in der Bundeswehr eine scharfe Trennlinie zur Wehrmacht gezogen. Rechtsradikale in der Bundeswehr glaubten, sich auf die soldatischen Tugenden aus der Zeit des Nationalsozialismus berufen zu können, sagte die CDU-Chefin bei einem Gelöbnis im Bendlerblock in Berlin. Aber: „Vorbild für die Bundeswehr kann aus dieser Zeit nur sein, wer zur Umkehr in der Lage war – wie die Widerstandskämpfer des 20. Juli.“
Die Spitzen von Politik und Bundeswehr erinnerten in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee an die Ermordeten des Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur. Damals hatte eine Widerstandsgruppe um den Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg versucht, Hitler mit einer Bombe zu töten. Stauffenberg stellte den in einer Aktentasche versteckten Sprengkörper. Die Bombe explodierte zwar, Hitler wurde aber nur leicht verletzt.