SPD-Chefin Saskia Esken hat nach eigener Aussage eine rechtsextreme Drohmail bekommen, die mit „NSU 2.0“ unterschrieben war. „Der Inhalt ist so scheußlich, das man’s gar nicht beschreiben kann“, sagte sie im SWR-Interview. Sie sei mit Mord bedroht worden und habe die Drohmail zur Anzeige gebracht. Im Normalfall sei da aber leider nichts zu erreichen, weil die Täter nicht zu ermitteln seien. „Ich fühle mich nicht bedroht, aber es macht mir deutlich, dass die Bedrohungslage allgemein steigt. Es macht mich eher unruhig für die Gesellschaft, als für mich“, so Esken.
Trotz konstanter Fortschritte im Corona-Kampf sollten die Schweden nach Ansicht ihres bekanntesten Gesundheitsexperten, Anders Tegnell, auch im Herbst im Homeoffice bleiben. Die Gesundheitsbehörde werde weiterhin empfehlen, wenn möglich weiter von zu Hause aus zu arbeiten, sagte Staatsepidemiologe Tegnell in Stockholm. Die Situation in Schweden habe sich zwar verbessert. Es sei aber letztlich unklar, wie sich die Coronavirus-Pandemie im Herbst konkret entwickeln werde. Das Risiko eines erneuten Aufflammens sei weiterhin sehr hoch.
Hongkongs Polizei hat der Demokratiebewegung ungewollt mit dem Twitter-Hashtag #HKIndependence („Hongkongs Unabhängigkeit“) in die Hände gespielt. In der Nacht auf Donnerstag teilten tausende Menschen in den sozialen Medien den Beitrag der Polizei, der mit der Bekanntgabe von vier Festnahmen genau das verbreitete, was nach dem neuen chinesischen Sicherheitsgesetz unter Strafe steht: Hongkongs Unabhängigkeit zu propagieren.