IN KÜRZE

von Redaktion

Drei Männer aus Guinea sind in Erfurt Opfer eines rassistisch motivierten Angriffs geworden. Zwei von ihren wurden in der Nacht zum Samstag verletzt, darunter ein 21-Jähriger schwer. Sein Zustand soll zeitweise kritisch gewesen sein. Die Polizei sprach von einem „fremdenfeindlichen Übergriff“. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) schrieb auf Twitter: „Ich bin schockiert!“ Der Vorfall zeige eine steigende Gewaltbereitschaft in rechtsextremistische Strukturen. Die Tat geschah vor einem bekannten Treffpunkt der rechten Szene. Zwölf mutmaßliche Täter, die die Polizei vorläufig festgenommen hatte, wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

SPD-Parteichefin Saskia Esken hat sich für eine Neuregelung des Mindestlohns ausgesprochen. Ziel sei, „dass der Mindestlohn 60 Prozent des Median-Lohns, also des mittleren Lohns beträgt“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Wer darunter liege, sei nach der gängigen Definition arm, erklärte Esken. „Niemand darf im reichen Deutschland arm sein.“

Das vierte Wochenende in Folge haben in der ostrussischen Stadt Chabarowsk tausende Menschen gegen die Festnahme des Provinzgouverneurs Sergej Furgal demonstriert. Auch in anderen Teilen Russlands gingen Menschen wegen der Absetzung des Kreml-kritischen Gouverneurs auf die Straße. Landesweit wurden 55 Demonstranten verhaftet. Viele Demonstranten hielten Schilder mit Aufschriften wie „20 Jahre – Kein Vertrauen“ in die Höhe, mit denen sie auf den seit 2000 regierenden Präsidenten Wladimir Putin anspielten.

Die US-Republikaner haben die Presse von ihrem Nominierungsparteitag in North Carolina ausgeschlossen. Journalisten seien voraussichtlich bei der vom 21. bis 24. August in Charlotte stattfindenden Veranstaltung nicht zugelassen, sagte ein Parteisprecher der Zeitung „The Arkansas Democrat-Gazette“. Grund sei die wegen der Corona-Pandemie eingeschränkte Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen. Bei dem Parteitag soll US-Präsident Donald Trump offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert werden.

China hat verärgert auf die Aussetzung des Auslieferungsabkommens mit Hongkong durch Deutschland reagiert. Die chinesische Seite warf Deutschland einen „ernsten Verstoß gegen internationales Recht“ und „Einmischung in innere Angelegenheiten“ vor.

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