PRESSESTIMMEN
„Zu Beginn seiner Präsidentschaft hatte Trump sich bekanntlich selbst zu einem ,sehr stabilen Genie‘ erklärt. Sein jüngster Streich lässt einmal mehr erhebliche Zweifel an seinem derzeitigen Geisteszustand aufkommen. Vielleicht hält er sich für vorausschauend clever, indem er die Legitimität der kommenden Wahlen infrage stellt. (…) Oder vielleicht ist er derartig aus dem Konzept gebracht worden, dass er überhaupt nicht klar denkt.“
The Observer (London)
„Aber Trumps wahre Absicht bestand wohl nicht darin, die Wahl abzusagen. Angesichts schlechter Umfragewerte hat er sich stattdessen auf eine mögliche Niederlage eingestellt, indem er den Wählern erzählt, sie sollten das Ergebnis mit Skepsis beurteilen. Falls er geschlagen wird, könnte er dann behaupten, er sei betrogen worden, und sich einigermaßen würdevoll zurückziehen – jedenfalls glaubt er das.“
„Das Spiel mit dem Wahltermin verrät, in welcher Verfassung sich der die Wiederwahl anstrebende Präsident befindet; offenbar hält er eine Niederlage – das Pfund der boomenden Wirtschaft ist Schnee von gestern – selbst nicht für ausgeschlossen. (…) Es geht nicht um Wahlverschiebung, die Frage lautet: Was macht Trump am Tag danach? Wessen ist er fähig?“