Kirche: Seenot-Mission startet bald

von Redaktion

Erster Einsatz vor der Küste Libyens noch im August geplant

Berlin – Das von der evangelischen Kirche unterstützte neue Seenotrettungsschiff „Sea Watch 4“ soll noch im August seinen ersten Einsatz im Mittelmeer beginnen. Das teilte das Trägerbündnis United4Rescue in Berlin mit. Diesem Bündnis schloss sich auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen an, die den von der Organisation Sea Watch operativ geleiteten Einsatz medizinisch unterstützen will.

Die „Sea Watch 4“ wird derzeit im spanischen Hafen Burriana auf ihren Einsatz vorbereitet. Sie soll insbesondere Flüchtlinge in den Gewässern vor Libyen vor dem Ertrinken retten. „Während europäische Staaten weiterhin Such- und Rettungsaktivitäten blockieren und kriminalisieren, ist die ,Sea-Watch 4‘ ein klares Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit, die dem Sterbenlassen im Mittelmeer nicht tatenlos zusieht“, teilten die beteiligten Organisationen mit.

Auf Initiative und mit maßgeblicher Unterstützung der evangelischen Kirche in Deutschland hatte United4Rescue das frühere Forschungsschiff „Poseidon“ Anfang des Jahres ersteigert. Der erste Einsatz hatte sich wiederholt verzögert, auch wegen der Corona-Pandemie und deren Folgen. Das Schiff verfügt über 21 Besatzungsmitglieder, darunter eine Ärztin, eine Hebamme und zwei weitere medizinische Fachkräfte.  afp

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