Biden jetzt offiziell Kandidat

von Redaktion

Auch Republikaner unterstützen Trumps Herausforderer

Washington – Es ist offiziell: Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden wird bei der Präsidentschaftswahl am 3. November Amtsinhaber Donald Trump herausfordern. Die oppositionellen Demokraten kürten Biden bei ihrem virtuellen Parteitag zum Präsidentschaftskandidaten. Prominente Unterstützung erhielt der 77-Jährige nicht nur von den demokratischen Ex-Präsidenten Jimmy Carter und Bill Clinton – auch der frühere republikanische Außenminister Colin Powell stellte sich hinter Biden.

Joseph R. Biden hatte sich im Vorwahlrennen der Demokraten durchgesetzt und stand seit April als Präsidentschaftskandidat der Partei fest. Beim wegen der Corona-Pandemie weitestgehend virtuell abgehaltenen Parteitag wurde er nun offiziell von den Delegierten mit großer Mehrheit zum Kandidaten gewählt. Zwar stand der linke Senator Bernie Sanders ebenfalls zur Wahl; Bidens Sieg galt aber als reine Formsache.

Der 77-Jährige dankte den Delegierten per Video „aus tiefstem Herzen“. „Das bedeutet mir und meiner Familie alles“, sagte er. Der langjährige Senator wird am Donnerstag zum Abschluss des Parteitags von seinem Heimatstaat Delaware aus seine Nominierungsrede halten.

Bei der Abstimmung schalteten die Demokraten per Video in alle Bundesstaaten der USA. Beim sogenannten Roll Call wurde dann verkündet, wie viele Delegiertenstimmen an Biden und wie viele an Sanders gingen. Der Mitte-Politiker Biden war auf das linke Parteilager zugegangen und hatte Vorschläge übernommen, ohne grundsätzlich von seinem Kurs abzuweichen.

Für Überraschung sorgte eine Grußbotschaft von Ex-Außenminister Powell. „Wer ein starkes Amerika will, der will Joe Biden“, sagte der Republikaner. Biden hofft, bei der Präsidentschaftswahl viele von Trump enttäuschte Konservative für sich gewinnen zu können. Unterstützung bekam er am Dienstag dabei auch von der Witwe des verstorbenen Republikaners John McCain.

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