von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„In den bisher zwei Jahrzehnten Herrschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind immer wieder Mordanschläge auf Regimegegner verübt worden: auf Agenten wie Alexander Litwinenko oder Sergej Skripal, auf Journalisten wie Anna Politkowskaja oder auf Oppositionspolitiker wie den früheren Regierungschef Boris Nemzow. Alle diese Gegner stellten schwerlich eine unmittelbare Bedrohung für den Kremlherren dar. Dennoch muss die Furcht des russischen Regimes vor dem Umsturz so groß sein, dass Gegner regelmäßig beseitigt und die Spuren der Tat verwischt werden. Das Wissen um eine ewige Wahrheit hält die Paranoia in Putins Reich wach: Jede Zwangsherrschaft kommt einmal an ihr Ende.“

Neue Zürcher Zeitung

„Absperrungen in Calais, Patrouillen im Mittelmeer, beschämende Abmachungen mit gescheiterten Staaten und Diktatoren wie in Libyen und dem Sudan, um verzweifelte Menschen fernzuhalten: Das waren in den zurückliegenden Jahren die bestimmenden Eigenschaften des britischen und europäischen Herangehens. Doch wie humanitäre Organisationen seit Langem warnen, funktioniert Abschreckung nicht; verzweifelte Menschen werden immer versuchen, Meere zu überqueren, wie gefährlich die Reise auch sein mag.“

The Observer (London)

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