IN KÜRZE

von Redaktion

FDP-Chef Christian Lindner geht auf Distanz zu einer möglichen Ampelkoalition nach der Bundestagswahl. „Die Ampel ist inhaltlich noch nicht sonderlich attraktiv“, sagte Lindner der „Bild am Sonntag“. Kritisch sieht Lindner nicht nur SPD-Chefin Saskia Esken und den scheidenden Juso-Chef Kevin Kühnert, sondern auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Scholz sei „ein respektabler Politiker“, aber es zählten die Inhalte. Scholz habe „neue Schulden und mehr Bürokratie angekündigt“, so Lindner weiter. „Wir wollen in Zukunftsfelder wie Digitalisierung investieren, wir wollen das Land entfesseln und die Menschen entlasten.“

Wegen eines angeblichen Antisemitismus-Vorwurfseines deutschen Spitzenpolitikers gegen sein Land hat Ungarns Außenminister Peter Szijjarto den deutschen Botschafter einbestellt. Laut dem Portal „index.hu“ dürfte es um ein Interview des deutschen Europastaatsministers Michael Roth (SPD) gehen. Bei „t-online.de“ sagte Roth, ein Aspekt des EU-Verfahrens gegen Ungarn sei grassierender Antisemitismus. „Ich kann nicht kritisch über den Antisemitismus in anderen Ländern sprechen, ohne den erschreckenden Zuwachs an antisemitischen Straftaten in Deutschland zu nennen“, so Roth weiter.

Das deutsche Rettungsschiff „Sea-Watch 4“ hat am Sonntag 97 weitere Bootsmigranten an Bord genommen. Wie die Betreiberorganisation Sea-Watch mitteilte, seien sie mit einem überfüllten Schlauchboot in internationalen Gewässern vor Libyen unterwegs gewesen. Bereits am Samstag hatte die „Sea-Watch 4“ sieben Menschen aufgenommen. Deren Boot war den Angaben zufolge 45 Seemeilen vor der libyschen Küste gesichtet worden.

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