Berlin – Angesichts der Corona-Pandemie diskutiert die CDU über eine Vertagung des für Dezember geplanten Bundesparteitags. Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer hält eine Verschiebung im Falle einer zweiten großen Pandemiewelle für denkbar, wie sie der „Welt am Sonntag“ sagte. Norbert Röttgen, einer der drei Bewerber um den CDU-Vorsitz, drängt dagegen auf die Klärung aller innerparteilichen Personalfragen noch in diesem Jahr und nannte eine mögliche Verschiebung des Parteitags „fatal“.
Nach Angaben von Kramp-Karrenbauer plant die Parteiführung wegen der Corona-Krise bereits eine Verkürzung des Parteitags. „Es könnte sogar sein, dass wir aufgrund der Corona-Lage den Parteitag auf die reinen Vorstandswahlen beschränken“, sagte sie der „WamS“. Im „schlimmsten Fall einer zweiten großen Pandemiewelle“ bleibe der Vorstand geschäftsführend so lange im Amt, „bis der Parteitag einberufen werden kann“.