Washington – US-Justizminister William Barr hat sich offen gegen Versuche von Donald Trump gestellt, mit Betrugsvorwürfen das Ergebnis der Präsidentenwahl zu kippen. „Bis heute haben wir keinen Betrug in einem Ausmaß gesehen, der zu einem anderen Wahlergebnis hätte führen können“, sagte er. Barr war bislang stets hochgradig loyal Trump gegenüber.
Während der Präsident sich weiter weigert, seine Niederlage einzuräumen, steigt der Druck an mehreren Fronten. So wurde bekannt, dass das Justizministerium einem Bestechungsverdacht im Zusammenhang mit einer Begnadigung durch den Präsidenten nachgeht. Namen und Details waren in den veröffentlichen Gerichtsunterlagen allerdings geschwärzt.
Gleichzeitig versuchen Wissenschaftler mit einer Klage, die mögliche Vernichtung von E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und anderem Schriftverkehr in den letzten Wochen von Trumps Amtszeit zu verhindern. Die „New York Times“ berichtete zudem, Trump denke über „vorsorgliche Begnadigungen“ seiner Kinder Donald Jr., Eric und Ivanka sowie seines Schwiegersohns Jared Kushner nach.