Iran warnt vor US-Militärabenteuern

von Redaktion

Vor dem Machtwechsel in Washington wächst in Teheran die Sorge

Teheran – Der Iran hat in einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres vor gefährlichen militärischen Abenteuern der USA in der Golfregion gewarnt. „Die Militärabenteuer der USA am Persischen Golf und am Golf von Oman haben sich verschärft, insbesondere in den vergangenen Wochen“, hieß es in dem Schreiben der iranischen UN-Mission, das auch an den Südafrikaner Jerry Matthews Matjila und den Tunesier Eschagh al-Habib gerichtet war, die Vorsitzenden im UN-Sicherheitsrat im Dezember 2020 beziehungsweise Januar 2021.

So seien in den vergangenen Tagen „provokative Flüge von Langstreckenbombern“ durchgeführt worden. Solche „kriegstreibenden Maßnahmen“ könnten die Lage in der Region auf ein „alarmierendes Niveau“ bringen, heißt es in dem Schreiben weiter. Für die Folgen wären dann die USA verantwortlich.

Am 3. Januar ist der erste Jahrestag der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani im Irak durch US-Drohnen – und auf Trumps Befehl. Die USA befürchten einen iranischen Racheakt und haben daher ihre militärische Präsenz am Persischen Golf verstärkt.

Auch die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) warnten die USA und Präsident Donald Trump vor einer militärischen Provokation. „Das Weiße Haus sollte aus den Neujahrstagen keine Trauertage machen“, twitterte der einflussreiche IRGC-General und Kandidat für die Präsidentenwahl im Juni, Hussein Dehghan, am Freitag. Zuvor hatte der iranische Außenminister Trump vorgeworfen, er suche nur einen Vorwand, um am Persischen Golf einen Krieg gegen den Iran zu beginnen.

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