PRESSESTIMMEN
„Mit dem Abschluss des Abkommens verspielt die EU politisches Kapital. Denn möglich wären zwei Szenarien: China garantiert weitestgehend gleiche Regeln für beide Seiten oder die EU sorgt dafür, dass für chinesische Unternehmen in Europa ähnlich schwierige Bedingungen herrschen wie für europäische Konzerne in China. Davor hat Peking Angst. China braucht den Zugang zum europäischen Markt für Investitionen und um Zugriff auf europäische Technologie zu behalten. Mit dem neuen Investitionsabkommen hat die EU weder ihre Unabhängigkeit gegenüber den USA bewiesen noch ihre Stärke.“
„Viereinhalb Jahre hat es gedauert und nun herrscht ein seltsames Durcheinander der Gefühle. Seit dem Tag des Referendums am 23. Juni 2016 haben sich Anglophile und Europhile unentwirrbare Knoten in ihren Gehirnen geknüpft. Geben wir es zu: Auch uns geht es so. Und wir sagen uns: Alles, was wir an diesen lustigen Nachbarn lieben, wird auch nach diesem dunklen 31. Dezember weiterbestehen. Also ja, liebe Roastbeef-Bande, wir lieben euch. Wir trauern um euch und um Europa. Und wir sagen euch ,bye-bye‘ in der heimlichen Hoffnung, dass dieses historische ,the end‘ vielleicht nicht das letzte Wort ist.“