Woelki-Konflikt: Kölner Katholiken hoffen auf Rom

von Redaktion

Köln – In der Missbrauchskrise um Kardinal Rainer Maria Woelki hat der Kölner Katholikenausschuss ein Eingreifen des Vatikans angeregt. „Ich sehe keinerlei Zeichen und keinerlei Impulse, wie die Bistumsleitung aus dieser massiven Krise herauskommen will, und ich weiß auch nicht, ob die überhaupt registrieren, wie dramatisch die Lage ist“, sagt Gregor Stiels, Vorsitzender des Kölner Katholikenausschusses.

„Damit man diese Schockstarre durchbrechen kann, braucht es unbedingt Hilfe von außen“, sagt er. „Jemand, der aus Rom kommt und erst mal einfach sieht und hört, was hier im Erzbistum los ist. Ich weiß gar nicht, ob bis dahin überhaupt gedrungen ist, wie verfahren die Situation hier ist.“ Laut Stefan Eirich, Bundespräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, sei der Schaden kaum noch wiedergutzumachen.

Woelki hält seit Monaten ein Gutachten zurück, das den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen katholische Priester untersucht. Er führt dafür rechtliche Gründe an. Dieses Vorgehen Woelkis hat eine beispiellose Vertrauenskrise im größten deutschen Bistum ausgelöst.

Artikel 8 von 11