Die Übersterblichkeit sinkt wieder

von Redaktion

Weniger Corona-Tote und Rekord-Tief bei Influenza

Wiesbaden – Mit der sinkenden Zahl der Corona-Todesfälle nimmt bundesweit auch das Ausmaß der statistischen Übersterblichkeit ab. Anfang Februar lag die Zahl der wöchentlichen Sterbefälle in Deutschland erstmals seit Monaten im Bereich des mehrjährigen Durchschnitts. Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes starben in der ersten Februarwoche 2021 bundesweit 20 908 Menschen, also nur ein Prozent mehr als im Mittel der Jahre 2017 bis 2020.

Ab Anfang Oktober hatte die wöchentliche Sterbezahl nicht nur durchgehend über dem Mittel gelegen, sondern auch über den jeweiligen Wochen-Höchstwerten seit 2016. Das änderte sich erst Anfang Februar. In der fünften Kalenderwoche des Jahres 2017 hatte es auch aufgrund einer Grippewelle 23 640 Sterbefälle gegeben, von 1. bis 7. Februar 2021 waren es 22 178.

Die deutlichste Abweichung in der Wochensterblichkeit seit Pandemiebeginn war Ende Dezember verzeichnet worden. In der 52. Kalenderwoche 2020 waren in Deutschland 25 346 Menschen gestorben, rund 6900 mehr als im Mittel der vier Vorjahre. Es war auch die Woche mit den meisten gemeldeten Covid-19-Todesfällen (5569).

Seit der vierten Januarwoche schrumpft die Übersterblichkeit, also die Differenz zum Vierjahres-Mittel, deutlich. Die Corona-Todesfälle wurden weniger, gleichzeitig ist die Verbreitung sonstiger Atemwegserkrankungen wie der Grippe „auf einem vorher nie erreichten, niedrigen Niveau“, so das Bundesamt – dank Masken und Abstand.

Auf Länderebene stammen die aktuellsten Daten von Anfang Januar 2021. In der zweiten Kalenderwoche war Sachsen mit 54 Prozent das Bundesland mit der höchsten Übersterblichkeit. Sachsen ist gemessen an der Einwohnerzahl bisher das Bundesland mit den meisten Corona-Toten. Die Übersterblichkeit lag dort im Dezember für einige Wochen über 100 Prozent.  sr

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