München – Im Rahmen der verstärkten Abriegelung der Grenzen zu Tschechien und zum österreichischen Bundesland Tirol hat es bislang rund 50 000 Kontrollen und etwa 10 000 Zurückweisungen gegeben. Das teilte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag bei einem Besuch an der deutsch-tschechischen Grenze nahe dem sächsischen Gottleuba mit. Hinsichtlich der Dauer der Einreisebeschränkungen legte sich der Minister nicht fest.
„Wir tun das alle nicht gern“, sagte Seehofer. Die Beschränkungen seien aber notwendig, um den Eintrag der in Tschechien wie auch in Tirol stark verbreiteten Mutanten des Coronavirus einzudämmen. Diese seien nicht nur infektiöser, sondern „auch potenziell tödlicher“ als die ursprünglichen Viren betonte der Minister.
Kritik der EU-Kommission an den Beschränkungen des freien Reiseverkehrs wies Seehofer erneut scharf zurück. „Es hat mich enttäuscht“, dass sich die Kommission derzeit zwar mit Impfstoffen beschäftige, „aber nicht damit, wie man in dieser Situation die Ausbreitung eines gefährlichen Virus eindämmen kann“, sagte der Bundesinnenminister.