Auch die aktuellen Impfbemühungen werden das Virus nicht gänzlich verschwinden lassen. Regierungen müssten daher überlegen, wann und wie sie von Notfallmaßnahmen zu Strategien umschwenken, die auf unbestimmte Zeit helfen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt die Zeitschrift „The Economist“ in einem aktuellen Leitartikel.
Bisher hätte der Großteil der Welt noch gar nicht mit dem Impfen begonnen, argumentieren die Autoren. Und bei 7,8 Milliarden Menschen werde das Virus über Jahre Raum haben, sich so zu verändern, dass es Impfstoffe teils aushebelt. Die lassen sich zwar anpassen, aber das Wettrennen mit dem Virus wird zum Dauerlauf, schreibt das Magazin, das weltweit von Entscheidern gelesen wird.
Zudem ginge das Infektionsgeschehen ohne Maßnahmen wie Maske und Abstand nur mit Impfquoten von 80 Prozent und mehr zurück. Man müsse sich also davon verabschieden, Covid-19 als vorübergehenden Notfall zu betrachten. Die Medizin könne das Problem verringern, nicht beseitigen. Um Lockdowns zu vermeiden und dennoch das Gesundheitswesen nicht zu überfordern, könnten Masken, Impfpässe und Beschränkungen für belebte Orte die Regel werden. sr