IN KÜRZE

Letzter Zeuge im Eichmann-Prozess tot 38 Tote bei Protesten in Myanmar Frankreich verbietet Identitären-Gruppe Acht Verletzte nach Attacke in Schweden Explosion in Corona-Zentrum

von Redaktion

Der letzte Zeuge im Prozess gegen Adolf Eichmann, einem der Organisatoren der Judenvernichtung, ist im Alter von 94 Jahren in Jerusalem verstorben. Mordechai Ansbacher wuchs in Würzburg auf, wurde mit 15 ins KZ Theresienstadt verschleppt, kam nach Auschwitz und von dort nach Kaufering IV, ein Außenlager des KZ Dachau. Im Prozess gegen Eichmann schilderte er 1961 Details seiner Deportation.  dw

Bei Protesten gegen die Militärjunta in Myanmar sind nach Angaben der UNO gestern 38 Menschen getötet worden. Das Land habe somit den „blutigsten“ Tag seit dem Militärputsch am 1. Februar erlebt, sagte die UN-Gesandte Christine Schraner Burgener. Insgesamt seien seit Beginn der Proteste mehr als 50 Menschen getötet worden. Die Militärherrscher in Myanmar setzten trotz internationalen Drucks weiter auf massive Gewalt gegen die Demonstranten. Am Mittwoch gingen landesweit erneut tausende Menschen auf die Straßen.

Die französische Regierung hat die bekannteste Identitären-Gruppe des Landes aufgelöst. Das Kabinett billigte das Verbot der rechtsextremen Gruppierung Génération identitaire, wie Innenminister Gérald Darmanin in Paris mitteilte. Die Gruppe trete wie eine „private Miliz“ auf und rufe zu „Diskriminierung, Hass und Gewalt“ auf, begründete dies Darmanin. Die Identitären stehen den französischen Rechtspopulisten von Marine Le Pen nahe.

Bei einer mutmaßlichen Terrortat in einer Kleinstadt in Schweden hat ein Angreifer mehrere Menschen verletzt. Er wurde gestern bei seiner Festnahme von der Polizei angeschossen und ins Krankenhaus gebracht. Acht Personen seien attackiert und verletzt worden, sagte der lokale Polizeichef. Sie würden ebenfalls im Krankenhaus behandelt. Bei wie vielen es sich um Schwerverletzte handelte, konnte er nicht sagen.

In einem Corona-Testzentrum im nordholländischen Bovenkarspel ist ein Sprengkörper explodiert. Personen kamen nicht zu Schaden, wie die Polizei mitteilte. Sie geht von einer gezielten Aktion aus.

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