Wegen eines befürchteten neuen Angriffs auf das Kapitol in Washington hat das US-Repräsentantenhaus eine für gestern geplante Sitzung abgesagt und auf den Vorabend vorgezogen. Auf dem Programm standen zwei wichtige Abstimmungen zu Polizei- und Wahlrechtsreformen. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Kapitol wurden verschärft. Der Senat wollte aber ungeachtet der Warnungen gestern im Kapitol tagen. Am 6. Januar waren rechtsradikale Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump ins Kapitol eingedrungen, als dort der Sieg seines Nachfolgers Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl endgültig bestätigt werden sollte. Nun warnte die Kapitolspolizei vor einem neuen Angriff einer Miliz.
Nach dem Austritt seiner Partei Fidesz aus der Fraktion der christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) will Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban die rechten Kräfte in Europa um sich sammeln. „Jetzt gilt es, die europäische demokratische Rechte ohne die EVP aufzubauen“, schrieb der rechtsnationale Politiker gestern auf seiner Facebook-Seite. Die EVP-Fraktion hatte zuvor eine neue Geschäftsordnung angenommen, die eine Suspendierung der Fidesz-Mitgliedschaft möglich gemacht hätte.