Erneutes Patt: Israel droht fünfte Wahl

von Redaktion

Jerusalem – Auch nach der vierten Parlamentswahl binnen zwei Jahren zeichnet sich in Israel eine äußerst schwierige Regierungsbildung ab. Zwar wurde die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei der Wahl am Dienstag mit rund 30 Mandaten stärkste Kraft. Sowohl das Netanjahu-Lager als auch seine Gegner verfehlten aber die nötige Mehrheit von 61 Sitzen im Parlament deutlich. Nicht ausgeschlossen ist eine fünfte Wahl.

Nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen lagen das Netanjahu-Lager und seine Gegner Kopf-an-Kopf. Der Sender Kan sah den Likud und seine erklärten Partner am Mittwoch bei insgesamt 52 sicheren Sitzen im Parlament.

Netanjahus größter Rivale, der Liberale Jair Lapid, kam mit seiner Partei Jesch Atid (Es gibt eine Zukunft) demnach auf 14 Prozent der Stimmen oder rund 17 Mandate. Insgesamt 56 Sitze schrieb Kan dem erklärten Anti-Netanjahu-Lager zu – nicht genug, um den seit zwölf Jahren regierenden Ministerpräsidenten aus dem Amt zu drängen. Netanjahu muss sich nun aber die Unterstützung einer ganzen Reihe kleinerer Parteien sichern.

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