Tübingen muss noch mehr testen

von Redaktion

Land verschärft Regeln für Öffnung von Handel und Kultur

Tübingen – Das Tübinger Corona-Modellprojekt „Öffnen mit Sicherheit“ geht weiter – trotz steigender Infektionszahlen. Allerdings gilt das Projekt als gefährdet. Nur mit Anpassungen und weiteren Maßnahmen bleiben Einzelhandel und Kultur geöffnet. Die Außengastronomie ist seit Mittwoch wieder geschlossen und Auswärtige sind von dem Modell künftig ausgeschlossen. Nur noch Einwohner des Landkreises und Menschen, die in der Stadt Tübingen arbeiten, können mit Negativ-Schnelltest in Läden oder ins Kino.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Tübingen war zuletzt stark gestiegen und betrug am Dienstag laut baden-württembergischem Gesundheitsministerium 73,2 in der Stadt und 99,3 im Landkreis. Am Vortag hatten die Werte noch bei 82,0 in Tübingen und bei 108,9 im Kreis gelegen. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) und das örtliche Gesundheitsamt vereinbarten nun, dass die Öffnungen mit Ausnahme der Außengastronomie vorerst weitergehen können. Dafür wird noch mehr getestet. In Kitas und der Notbetreuung der Schulen sind nun zwei Tests in der Woche Pflicht. Auch für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern gilt ab kommenden Montag eine Testpflicht.

Wenn sich der Anstieg der Fallzahlen in Tübingen trotzdem fortsetze und das Infektionsgeschehen zu- statt abnehmen sollte, müsse weiter gegengesteuert oder im Zweifel doch eine Unterbrechung des Projekts erfolgen, sagte Gesundheitsminister Lucha am Dienstag. Das Modellprojekt sei derzeit gefährdet.

Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) warb um verständnis für die zusätzlichen und rief die Tübinger auf, sich an die Coronaregeln zu halten und so mitzuhelfen, dass „Tübingen offen bleibt“.

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