Die AfD fordert den „Dexit“

von Redaktion

Parteitag will EU-Austritt – Keine Spitzenkandidaten bestimmt

Dresden – Mit der Forderung zum Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und ohne Spitzenkandidaten hat die AfD ihren Bundestagswahlkampf eingeläutet. Bei einem am ersten Tag von Protest begleiteten Präsenzparteitag in Dresden sprachen sich die mehr als 550 anwesenden Delegierten per Mehrheitsbeschluss dafür aus. Parteichef Jörg Meuthen, der dem Europäischen Parlament angehört, hatte sich klar dagegen ausgesprochen. „#Dexit“ war am Sonntag unter den Top-Themen im Kurznachrichtendienst Twitter.

Das Ziel einer starken Einschränkung von Einwanderung – auch von Fachkräften – wurde ebenfalls ins Wahlprogramm aufgenommen, das am Sonntag einstimmig verabschiedet wurde. Die AfD verlangt zudem die „Ablehnung jeglichen Familiennachzuges für Flüchtlinge“.

Die Delegierten entschieden auch, noch keine Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl zu bestimmen. Eine Mehrheit stimmte lediglich dafür, mit einem Spitzenduo in den Wahlkampf zu ziehen. Fraktionschefin Alice Weidel ließ offen, ob sie dann dafür antreten will. Parteichef Tino Chrupalla und die hessische Abgeordnete Joana Cotar erklärten, sie stünden dafür zur Verfügung.

Zudem beschlossen die Delegierten eine „Corona-Resolution“. Darin fordert die Partei „jedweden, auch indirekten, Zwang zur Durchführung von Tests, Impfungen, unter anderem durch Einführung sogenannter Schnelltest-Apps und des grünen Impfpasses, sowie Benachteiligungen für Maskenbefreite zu unterlassen“.

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