Im Machtkampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff eine Entscheidung auf Grundlage der Popularitätswerte gefordert. „Leider geht es jetzt nur um die harte Machtfrage: Mit wem haben wir die besten Chancen?“, sagte Haseloff dem „Spiegel“. „Es hilft nichts, wenn jemand nach allgemeiner Überzeugung absolut kanzlerfähig ist, aber dieses Amt nicht erreicht, weil die Wählerinnen und Wähler ihn nicht lassen.“ Dagegen forderte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Söder zum Rückzug auf. „Präsidium und Bundesvorstand der CDU hätten sich klar pro Laschet positioniert, und Söder habe versprochen, dieses Votum zu akzeptieren. Günther: „Langsam wird es Zeit, diese klare Zusage auch einzulösen.“ Auch Agrarministerin Julia Klöckner und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier machten sich für Laschet stark. „Es ist doch völlig klar, dass die große CDU – das hat Markus auch immer gesagt – das erste Zugriffsrecht hat“, sagte Bouffier im „Hessischen Rundfunk“.