Razzien in Bayern

von Redaktion

Seehofer verbietet salafistischen Verein

München/Berlin – Im Zuge des Verbots des salafistischen Vereins Ansaar International und seiner Ableger hat es auch in Bayern mehrere Razzien gegeben. Einsatzkräfte hätten drei Wohnungen in München und eine im Landkreis Hof durchsucht, teilte das bayerische Innenministerium mit. Ein Container mit gespendeten Altkleidern in Markt Schwaben sowie zwei Bankkonten einer Teilorganisation seien beschlagnahmt worden. „Wer angeblich Spenden für einen guten Zweck sammelt, dann aber Terroristen finanziert, kann sich nicht hinter unserem Vereinsrecht verstecken“, hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Aktion begründet.

Bei den bundesweiten Razzien waren mehr als 1000 Beamten im Einsatz, davon etwa 70 in Bayern. Schwerpunkt war Nordrhein-Westfalen. Insgesamt wurden laut Bundesinnenministerium bislang etwa 150 000 Euro beschlagnahmt.

„Das ist ein empfindlicher Schlag gegen die Terrorfinanzierung und die salafistische Missionierung in Deutschland“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). „Mit dem Vereinsverbot können wir diesen salafistischen Sumpf besser austrocknen.“ Ansaar International habe ein Geflecht aus Vereinen und Einzelpersonen genutzt, um Spenden zu generieren und verbreite auch in Deutschland islamistisch-extremistische Inhalte.

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