PRESSESTIMMEN
„Marokko fühlt sich stark nach der Unterstützung durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der im Dezember vorigen Jahres seine Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die (West-)Sahara verkündet hatte. Die Regierung in Rabat möchte, dass Spanien sich ihrer Position anschließt und die Gründung eines autonomen Gebiets unter Souveränität des marokkanischen Königs Mohammed VI. unterstützt. Angesichts des nahenden Sommers mit Tausenden von (Migranten-)Booten, die bereit sind, die Meerenge zu überqueren, gibt es keine einfache Lösung. Spanien muss sein Möglichstes tun – aber das muss die EU auch.“
„Die Zweistaatenlösung mag als naiv gelten. Nicht zuletzt sind es die Palästinenser, deren Staatlichkeit an inneren Konflikten scheitert. Für ein Land wie die USA ist die Idee Grundlage jed er Vermittlung. Wer auf beiden Seiten ernst genommen werden will, muss beiden Angebote machen. Das Gewicht aller Regierungen vor Trump rührte daher, dass die wichtigste Schutzmacht Israels auch immer Interessenausgleich betrieb. Biden muss sich diese Semineutralität erst wieder erarbeiten.“